11.12.2018 | Lese­zeit: 3 Minu­ten

Nora Köberle (28), Digital Health Data Scientist bei Vilua, berichtet.

Wenn ich erklä­re, was ich täg­lich mache, sind vie­le zunächst etwas ver­un­si­chert: „Was? Du kannst vor­aus­sa­gen, dass ich in drei Jah­ren einen Band­schei­ben­vor­fall bekom­me?“. So geht das natür­lich nicht. Als Digi­tal Health Data Sci­en­tist wer­te ich zwar sys­te­ma­tisch anony­mi­sier­te Pati­en­ten­da­ten und Krank­heits­ver­läu­fe aus und gene­rie­re dar­aus neu­es Wis­sen, das sich auch auf Aus­sa­gen über die Zukunft bezieht. Aller­dings sind das sta­tis­ti­sche Wer­te. Das heißt, ich mache Mus­ter in Mil­lio­nen von Kenn­zah­len sicht­bar und kann sagen, wie hoch die Wahr­schein­lich­keit für eine Per­son ist, in einem bestimm­ten Zeit­raum an einer bestimm­ten Krank­heit zu erkran­ken – wenn bestimm­te Fak­to­ren, wie zum Bei­spiel Alter, Gewicht, Stress­fak­to­ren, Beruf, Vor­er­kran­kun­gen zusam­men­kom­men. Das ist aber nur der ers­te Schritt.


Nora Köber­le 

Mit Datenanalysen auf dem Weg zur Gesunderhaltung

Denn eigent­lich geht es dar­um, was wir mit die­sem Wis­sen machen kön­nen: Näm­lich Vor­beu­gen, gesund­erhal­ten­de Maß­nah­men ergrei­fen und so schon im Vor­feld ver­su­chen, die Gesund­heit posi­tiv zu beein­flus­sen.

Wir sind tech­nisch an einem Punkt ange­langt, an dem wir die­se Infor­ma­tio­nen der Vie­len zum Woh­le jedes ein­zel­nen Pati­en­ten und am bes­ten schon vor­her in der Gesund­erhal­tung ein­set­zen kön­nen. Wir sehen plötz­lich medi­zi­ni­sche und phar­ma­zeu­ti­sche Zusam­men­hän­ge, auf die wir frü­her viel­leicht nie sel­ber gekom­men wären. Even­tu­el­le Risi­ken kön­nen viel schnel­ler erkannt wer­den.

Die Basis dafür sind die Gesund­heits­da­ten. Eigent­lich heißt es, dass es fast egal ist, wel­che Daten man als Data Sci­en­tist vor sich hat, da die sta­tis­ti­schen Metho­den immer gleich sind. Mir ist aber schnell bewusst gewor­den, dass es etwas ande­res ist, ob ich zum Bei­spiel bei einem Online-Shop oder bei einer Bank arbei­te. Medi­zi­ni­sche Daten sind kom­ple­xer und viel­schich­ti­ger. Um die rich­ti­gen Ant­wor­ten aus den Daten­sät­zen zu zie­hen, sind Pro­gram­me wie R-Stu­dio mei­ne best fri­ends und es hilft sehr, ver­schie­de­ne Pro­gram­mier­spra­chen zu beherr­schen. Außer­dem ist man sich schon bewusst, dass sich hin­ter jeder Infor­ma­ti­on ein Mensch ver­birgt, dem es nicht gut geht oder ging.

Daten für ein besseres Leben

Mir war es daher wich­tig, etwas mit Daten zu machen, das den Men­schen direkt hilft. Bei Vilua ist das mög­lich. Bei uns rufen zum Bei­spiel Betrie­be an, die etwas für die Fit­ness und das Wohl­be­fin­den ihrer Mit­ar­bei­ter machen möch­ten. Wir arbei­ten dann mit den ein­zel­nen Mit­ar­bei­tern, die das auch möch­ten, zusam­men und erhe­ben indi­vi­du­el­le Gesund­heits­in­for­ma­tio­nen. Im Ergeb­nis kön­nen wir sehr geziel­te und sinn­vol­le Emp­feh­lun­gen geben, die dem ein­zel­nen wirk­lich hel­fen kön­nen.

Erfah­ren Sie mehr über unse­re Daten­kom­pe­tenz.