Dr. Jens Härtels Vision der Gesunderhaltung

14.03.2019 | Lesezeit: 10 min

Gesunderhaltung vs. Krankheitsmanagement

Kennen Sie das Geheimnis, wie Sie dauerhaft gesund bleiben können - das heißt sich gesund zu erhalten?

Im täglichen Leben, in der Öffentlichkeit, im Privaten und in der Medizin steht meist die Krankheit im Vordergrund. Wie sie therapiert wird, wie mit ihr umgegangen wird, wie sie das Leben einschränkt. Dieses Vorgehen gleicht einem Reparaturbetrieb. Ist etwas kaputt, muss es erneuert, ausgetauscht, oder gar weggeschmissen werden. Reparatur ist etwas Gutes, aber wäre es nicht besser, auf den Verschleiß einzuwirken und ihn ggf. grundsätzlich zu verhindern?

Dr. med. Jens Härtel  

In der Industrie, z.B. in der Automobilbranche, dem Flugverkehr oder in der Produktion investieren wir selbstverständlich und systematisch in die Erhaltung der Maschinen und Transportmittel. Aber wie sieht es in der Gesundheitsbranche aus?

Nach wie vor kümmern wir uns erst um die Gesundheit, wenn bereits die ersten Symptome aufgetreten sind oder sich eine Krankheit bereits manifestiert hat. Stattdessen sollten wir Sorge dafür tragen, dass wir frühzeitig und gezielt die Risiken für Erkrankungen minimieren. Wir sollten herausfinden, durch welche Faktoren in unserem alltäglichen Leben mögliche Erkrankungen begünstigt werden und diese positiv beeinflussen. Das ist es, was Gesunderhaltung ausmacht.

Gesunderhaltung im Kleinen und im Großen

Wenn ich persönlich an Gesunderhaltung denke, dann sehe ich eine Gesellschaft, die nicht nur auf die Behandlung von Krankheiten fixiert ist, sondern den Menschen als Ganzes und in seinem individuellen Lebenskontext betrachtet. Ich sehe gesunde Menschen und chronisch Erkrankte, die nicht mehr auf Krankheit oder subjektive Gesundheit reduziert werden.

Möchte nicht ein jeder ein unbeschwertes Leben führen? Ich persönlich treibe Sport, kaufe bewusst ein, ernähre mich gesund. Ich beachte also Faktoren, die eine Krankheit weniger wahrscheinlich machen und mit denen ich mich persönlich gesunderhalten kann, und Millionen andere Menschen tun mir das gleich. Allerdings vermag ich nicht zu sagen, welchen Einfluss einzelne Faktoren haben und was das für meine Gesundheit bedeutet. Was genau macht also den entscheidenden Unterschied?

In der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern und unter Anwendung eines evidenzbasierten Ansatzes hat sich Vilua auf die Fahne geschrieben herauszufinden, welche Faktoren tatsächlich die Gesunderhaltung des einzelnen Menschen beeinflussen.

Dr. med. Jens Härtel  

Erfassen - Bewerten - Beraten

Nicht die Krankheiten stehen bei uns im Vordergrund, sondern das Leben davor, dabei, danach. Menschen gesund erhalten, anstatt erst einzugreifen, wenn sie bereits krank sind.

Das CareCenter ist unsere Lösung, die Brücke zwischen Gesundheit und Krankheit. Menschen werden im CareCenter aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet und möglichst ganzheitlich erfasst, gemessen, analysiert und beraten. Ein wesentlicher Aspekt ist, Gesundheitsdaten früher als bisher zu erfassen und zusammenzuführen. Anhand von vergleichenden anonymisierten Datensätzen erkennen wir neue Zusammenhänge und identifizieren unter anderem mit Hilfe von KI Indikatoren, die Gesunderhaltung bewirken. Den Menschen als Ganzes betrachten, ganzheitliche Tests anbieten und auf dieser Datengrundlage individuell und evidenzbasiert beraten: das ist unsere Aufgabe. Das schafft den tatsächlichen Mehrwert, persönlich und für die Gesellschaft.

Gesundheit neu denken

Natürlich wird es auch weiterhin kranke Menschen geben. Die Rolle des Arztes hat nach wie vor ihre Berechtigung. Trotzdem steht unserem gesellschaftlichen und gesundheitlichem System ein entscheidender Wandel bevor: vom krankheitsbezogenen System zum Konzept der Gesunderhaltung. Der Beruf des Arztes wird zunehmend davon geprägt sein, ein Lotse für individuelle Gesunderhaltung zu werden und nach wie vor, aber zu einem sehr frühen Zeitpunkt Therapien einzuleiten und diese zu begleiten.

Das Potential der Gesunderhaltungswirtschaft ist mindestens so groß ist wie die Kosten im Krankheitssystem. Wenn in einer frühen Phase in die Gesundheit investiert wird, können nachhaltige Erfolge verzeichnet und hohe Folgekosten vermieden werden. Ich sehe Vilua hierbei an der Spitze. Unsere Kompetenzen und Lösungen betrachten den Menschen immer als Ganzes. Mit Vilua wird Gesundheit neu gedacht.

Erfahren Sie mehr über Viluas Lösungen zur Gesunderhaltung 

 


Gesundheitscoach beim coaching

Was macht ein systemischer Gesundheitscoach?

12.03.2019 | Lesezeit: 9 Minuten

Maria Bragina, ein systemischer Gesundheitscoach bei Vilua berichtet 

Coaching wird oft mit dem Herauskitzeln von Spitzenleistungen und dabei am ehesten mit Sport in Verbindung gebracht. Als Gesundheitscoach trainiert man aber keinen Stürmer, beim nächsten Spiel möglichst viele Tore zu schießen. Sondern unterstützt einen Teilnehmer*  dabei, sein persönliches Gesundheitsziel zu definieren und umzusetzen.

Eine nachhaltige Verhaltensänderung gelingt aber nur, wenn der Teilnehmer selbst die Verantwortung für sich und seine Gesundheit übernimmt. Der Gesundheitscoach agiert als Motivator und Prozessbegleiter.


Maria Bragina im Coachinggespräch 

Mit den richtigen Fragetechniken auf dem Weg zum Wohlbefinden

Um diese persönlichen Gesundheitsziele zu definieren und den Prozess der Umsetzung zu begleiten, führe ich immer persönliche Gespräche mit dem Teilnehmer. Entweder telefonisch und oder face-to-face. Einige Teilnehmer öffnen sich eher, wenn die erste Kontaktaufnahme persönlich erfolgt. Andere wiederum bevorzugen die Anonymität des Telefons, um über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen. Da ist jeder unterschiedlich. Abhängig vom Thema und vom individuellen Bedarf, folge ich meiner Erfahrung und setze Fragetechniken ein, die ich in der Ausbildung erlernt und verinnerlicht habe. Das sind zum Beispiel die systemischen Fragen oder bestimmte Übungen (z.B. Meta Mirror), die meine Teilnehmer dabei unterstützen, ihre eigene Position aus anderen Perspektiven zu betrachten und sich selbst zu reflektieren.

Ein ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Verhaltensänderung

Jeder Teilnehmer trägt bereits eine Lösung beziehungsweise ein Ziel in sich. Diese eigene Quelle versuche ich der Person bewusst zu machen und in den Fokus zu stellen – das ist für mich Coaching. Jemand, der mit Gewichtsproblemen zu mir kommt und abnehmen will, hat möglicherweise Stress auf der Arbeit. Vielleicht reagiert er mit einem gesteigerten Konsum an Süßigkeiten. Das Angebot einer Strategie zur Stressvermeidung wäre demnach viel entscheidender als eine Diät. Sobald der Teilnehmer lernt mit dem Stress positiv umzugehen, sinkt womöglich auch sein Bedürfnis nach Süßigkeiten.

Dieser lösungsorientierte und ganzheitliche Weg des Coachings im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ist für mich der entscheidende Grund diesen Tätigkeitsbereich zu wählen. Es werden keine oberflächlichen Tipps und Ratschläge erteilt, sondern das komplette Umfeld des Teilnehmers betrachtet, um Wohlbefinden und Lebensqualität zu steigern. Die Strategien die dabei entwickelt werden, haben eine deutlich nachhaltigere Wirkung, da sie sich ganz individuell auf die Bedürfnisse und die Erfahrung der Person ausrichten.

Viluas Gesundheitscoaches, Maria Bragina und Daniel Weber

Viluas persönliche Kompetenz

Das Besondere als Gesundheitscoach bei Vilua ist, dass man sich einbringen kann, Verantwortung übernehmen kann und bei wichtigen Entscheidungen einbezogen wird.

Hier kann ich Lösungen entwickeln, stehe im Austausch mit meinem interdisziplinären Team und bin durch regelmäßige Workshops auf dem neuesten fachlichen Stand. Sodass die Arbeit niemals zur Routine wird.  Jeder Tag sieht etwas anders aus. Ich plane meine Coaching Gespräche im Voraus und begegne den Teilnehmern entweder telefonisch oder persönlich. Zwischen den Terminen beantworte ich Emails, plane die kommenden Tage und stimme mich mit meinen Ansprechpartnern aus den Projekten ab. Die Folgegespräche vereinbare ich jeweils bedarfsorientiert mit den Teilnehmern zusammen.

Selbstorganisation und Zeitmanagement spielt bei meiner Arbeit als Coach eine ebenso große Rolle wie offen, empathisch und sicher mit den Teilnehmenden zu interagieren. Der Tätigkeitsbereich des systemischen Gesundheitscoaches ist für uns alle ein erfüllendes Arbeitsgebiet, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Erfahren Sie mehr über das Gesundheitscoaching bei Vilua

*Um die Lesbarkeit zu verbessern, verwenden wir im folgenden Text die Bezeichnung Teilnehmer im Maskulinum. Damit möchten wir niemanden ausschließen und sprechen alle Gender an (m/w/d).


Nora Köberle Data Science

Was macht ein Digital Health Data Scientist?

11.12.2018 | Lesezeit: 6 Minuten

Nora Köberle (28), Digital Health Data Scientist bei Vilua, berichtet.

Wenn ich erkläre, was ich täglich mache, sind viele zunächst etwas verunsichert: „Was? Du kannst voraussagen, dass ich in drei Jahren einen Bandscheibenvorfall bekomme?“. So geht das natürlich nicht. Als Digital Health Data Scientist werte ich zwar systematisch anonymisierte Patientendaten und Krankheitsverläufe aus und generiere daraus neues Wissen, das sich auch auf Aussagen über die Zukunft bezieht. Allerdings sind das statistische Werte. Das heißt, ich mache Muster in Millionen von Kennzahlen sichtbar und kann sagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Person ist, in einem bestimmten Zeitraum an einer bestimmten Krankheit zu erkranken - wenn bestimmte Faktoren, wie zum Beispiel Alter, Gewicht, Stressfaktoren, Beruf, Vorerkrankungen zusammenkommen. Das ist aber nur der erste Schritt.


Nora Köberle 

Mit Datenanalysen auf dem Weg zur Gesunderhaltung

Denn eigentlich geht es darum, was wir mit diesem Wissen machen können: Nämlich Vorbeugen, gesunderhaltende Maßnahmen ergreifen und so schon im Vorfeld versuchen, die Gesundheit positiv zu beeinflussen.

Wir sind technisch an einem Punkt angelangt, an dem wir diese Informationen der Vielen zum Wohle jedes einzelnen Patienten und am besten schon vorher in der Gesunderhaltung einsetzen können. Wir sehen plötzlich medizinische und pharmazeutische Zusammenhänge, auf die wir früher vielleicht nie selber gekommen wären. Eventuelle Risiken können viel schneller erkannt werden.

Die Basis dafür sind die Gesundheitsdaten. Eigentlich heißt es, dass es fast egal ist, welche Daten man als Data Scientist vor sich hat, da die statistischen Methoden immer gleich sind. Mir ist aber schnell bewusst geworden, dass es etwas anderes ist, ob ich zum Beispiel bei einem Online-Shop oder bei einer Bank arbeite. Medizinische Daten sind komplexer und vielschichtiger. Um die richtigen Antworten aus den Datensätzen zu ziehen, sind Programme wie R-Studio meine best friends und es hilft sehr, verschiedene Programmiersprachen zu beherrschen. Außerdem ist man sich schon bewusst, dass sich hinter jeder Information ein Mensch verbirgt, dem es nicht gut geht oder ging.

Daten für ein besseres Leben

Mir war es daher wichtig, etwas mit Daten zu machen, das den Menschen direkt hilft. Bei Vilua ist das möglich. Bei uns rufen zum Beispiel Betriebe an, die etwas für die Fitness und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter machen möchten. Wir arbeiten dann mit den einzelnen Mitarbeitern, die das auch möchten, zusammen und erheben individuelle Gesundheitsinformationen. Im Ergebnis können wir sehr gezielte und sinnvolle Empfehlungen geben, die dem einzelnen wirklich helfen können.

Erfahren Sie mehr über unsere Datenkompetenz.


Bus UMG_ Das PAKt-Mobil

Vilua in Rostock auf der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft

30.05.2018 | Lesezeit: 3 Minuten

"#Gesundheit 2018 - Schöne neue Welt?"

24. und 25. Mai 2018

Rostock 2 Tage. 87 Referenten. 600 Experten. Bereits zum 14. Mal lud die BioCon Valley GmbH im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommerns zur Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft ein.

Zusammen mit der Schweiz als diesjähriges Partnerland stellten die Veranstalter die Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft in den Fokus. Bei sonnigen 23 Grad stellten wir in Kooperation mit der AOK Nordost sowie der Universitätsmedizin Greifswald in der luxuriösen Yachthafenresidenz „Hohe Düne“ das innovative PAKt-Mobil vor.
Dieser beinhaltet das Präventiometer, welches ergänzt durch optionales Coaching sowie unser Health-Cockpit betriebliche Gesundheitsförderung in das Flächenland Mecklenburg-Vorpommern bringt.

 

Zahlreiche Gäste, darunter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, erkundeten neugierig und den Bus. Mit über 30 erfassten Parametern, darunter beispielsweise integrierte Hör- und Sehtests, kann das Präventiometer den gesamten Körper des Nutzers messen und die Daten können beim darauf folgenden Coaching optimal eingesetzt werden. Mit dem PAKt-Mobil haben Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern endlich die Chance, aktiv etwas für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun. Gute betriebliche Gesundheitsförderung führt zu einer Reduktion von Krankheitstagen bei der Belegschaft, hält das Expertise des Unternehmens auf hohem Niveau und trägt letztendlich zum Gewinn des Unternehmens bei.